Hier schreibt Edgar Wallace

Difficulty

Eine Komödie über die Familie Wallace, die zwischen Realität und Fiktion hin- und herpendelt, Handlungsstränge erfindet, Dialoge entwirft und sich über die endgültige Auflösung streitet – eine höchst vergnügliche Mischung aus temporeicher Action, Farce und Ironie sowie unvergesslichen Liedern.

Wir schreiben das Jahr 1932. Der Fleet-Street-Redakteur Edgar Wallace, der für seine äußerst beliebten und erfolgreichen Krimis bekannt ist, erhält einen verzweifelten Anruf seines Verlegers: der von Wallace lange versprochene neue Roman «Das indische Tuch» ist bereits angekündigt und muss am nächsten Morgen in Druck gehen. Das Problem dabei: Wallace hat noch gar nicht angefangen zu schreiben!
Der unermüdliche Wallace hat so nur einen Abend Zeit, den neuen Roman zu schreiben, und macht sich sofort an die Arbeit – und nimmt die Hilfe seiner alles überblickenden Frau, seines überheblichen Butlers, seines eifrigen Gärtners und seiner bewundernden neuen Sekretärin in Anspruch, die sich just in diesem Moment auf die ausgeschriebene Stelle vorstellt. Dafür schlüpfen die fünf mit Hilfe von Kostümen und Requisiten von einer Figur in die nächste und benutzen das Bühnenbild auf einfallsreiche Art,um Wallaces Arbeitszimmer in die verschiedenen Schauplätze des «indischen Tuchs» zu verwandeln.
Zunächst ist diese Zusammenarbeit wenig vielversprechend, und die Geschichte entwickelt sich in die absurdesten Richtungen; aber mit Wallace am Ruder kommen die fünf (Mit-)Autoren in Schwung und wechseln in schwindelerregendem Tempo zwischen Realität und Fiktion, erfinden Handlungsstränge, entwickeln Dialoge und streiten sich über die endgültige Auflösung. Das Ergebnis ist ein typischer, brodelnder und spannender «Who-dunnit» Thriller in Form einer mitreißende «Spiel-im-Spiel» Farce, gespickt mit Cole-Porteresken Songs, die von den Mitarbeitern auf dem Wohnzimmerklavier des Autors improvisiert werden.
Getreu dem Genre konstruiert der Wallace-Haushalt eine Handlung voller zwielichtiger Verbrecher, falscher Hinweise und Fremder mit mysteriöser Vergangenheit. Detective Inspector Tanners legendäre Beobachtungsgabe hat ihn noch nie im Stich gelassen, und während sich die Leichen häufen, ist er der stümperhaften Landpolizei immer einen Schritt voraus und verhindert, dass der Lauf der Gerechtigkeit durch einen Haushalt von geheimnisvollen Snobs pervertiert wird.
«Das (nicht ganz fertige) indische Tuch» ist eine urkomische Geschichte über die Possen des Wallace-Haushalts, der schwindelerregend zwischen Realität und Fiktion hin- und herpendelt, Handlungsstränge erfindet, Dialoge entwirft und sich über die endgültige Auflösung streitet. Das Ergebnis: eine höchst vergnügliche Mischung aus Handlung, Charakteren, Farce und Ironie sowie einigen unvergesslichen Liedern.